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50 Shades of Rotz   Leave a comment

Da ist er also, der Trailer für die Verfilmung der Reihe „50 Shades of Grey“. Ich persönlich gehöre zu der seltenen Spezies, die diese „Bücher“ nicht gelesen hat oder jemals lesen wird. Wenn ich Fanfiction lesen möchte, geh ich auf tumblr oder andere Plattformen. Denn nichts anderes ist „50 Shades“, weswegen ich mich eigentlich auch weigere, das als Literatur oder Bücher zu bezeichnen. Sex sells bekanntlich, aber …

Die „50 Shades“ Reihe basiert auf Stephenie Meyers Welterfolg „Twilight“, und da fängt es auch schon an.

ICH HASSE TWILIGHT.

Bevor man mich jetzt steinigt: ja, es gibt tatsächlich weibliche Wesen, die diesem Stuss nichts abgewinnen können.

Als Krönung ist die ganze Story auch noch abgekupfert. Als ich vor ein paar Jahren die Inhaltsbeschreibung der Serie „Vampire Diaries“ las, kam mir das irgendwie bekannt vor. Tatsächlich war aber „Vampire Diaries“ in Buchform vor „Twilight“ draußen, nur hat sich keiner dafür interessiert. Erst im Zuge von „Twilight“ wurde man auf „Vampire Diaries“ aufmerksam.

Da alle Welt nun aber von „Twilight“ redete, kaufte ich mir den ersten Band. Und dieses Buch ist das bisher erste und einzige Buch, was ich im wahrsten Sinne des Wortes in die Tonne gekloppt habe. Was für ein Schwachsinn! Die ersten 100-150 Seiten gehen ja noch, aber irgendwie wird’s mehr und mehr hanebüchen, je weiter die nicht-vorhandene Story vor sich hin plätschert. Eindimensionale, langweilige Charaktere, Bella nervt mit ihrem ständigen Edward-Getue, und den find ich ja schon in der Romanvorlage alles andere als toll (mal ganz abgesehen davon, dass Vampire im Sonnenlicht nicht glitzern). Den Schauspieler Robert Pattinson, der Edward ja in den Filmen verkörpert, find ich sogar noch unattraktiver. Die sogenannte „Story“ in „Twilight“ ist zudem absolut vorhersehbar, die pseudo-dramatische Entwicklung zum Schluss hin ließ mich eher mit dem Kopf schütteln und vor mich hin prusten, als das in irgendeiner Form ernst nehmen zu können. Ich hatte das Gefühl, dass Meyer krampfhaft versucht hat, da irgendwie Action reinzubringen und für Spannung zu sorgen, was aber schlichtweg nicht gelang.

Jedenfalls, ich habe den ersten Band von diesem Machwerk gelesen. FURCHTBAR. Da wird mir als M.A. der Anglistik einfach nur anders. Ich frage mich, wie so eine platte Story mit solch langweiligen Charakteren so einen Erfolg haben kann?? (Ich wette, die meisten, die diesen Schund lesen und geil finden, haben keinen Plan, was den „Steppenwolf“ von Hermann Hesse oder ähnliche Werke angeht.)

Nun also „50 Shades of Grey“. Die Rezensionen auf amazon sind eindeutig, und ich hab wirklich keine andere Erklärung, außer der oben genannten „sex sells“ Variante, warum dieses Zeug so reißenden Absatz findet und sogar verfilmt wird. Wenn es jemand weiß, oder plausibel begründen kann – verratet es mir bitte. 😉

In meinen Augen ist dieser ganze Zirkus – „Twilight“ und „50 Shades“ – Papier-, Druckerschwärze- und Celluloid-Verschwendung. Ich weiß, ich bin mit dieser Ansicht in der Minderheit, aber ich kann daran wirklich nichts (Tolles) finden.

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Veröffentlicht 25/07/2014 von Kiwi in Literatur

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