Schweigen im Walde   Leave a comment

Ich weiß, ich habe sehr lange nichts hier von mir hören lassen, aber irgendwie fehlten mir die Lust und die Muße, mich hier auszulassen.

Zugegebenermaßen war es in den letzten Wochen auch sehr turbulent, und ich hatte ein paar wirklich sehr schöne Erlebnisse, die mir sozusagen Auftrieb gegeben haben. Momente, die ich auf gar keinen Fall mehr in meinem Leben missen möchte. 🙂

Da war zum einen mein Ausflug nach Barcelona zum Schwimmen. Es war absolut toll! Und da ich ja auch heraus bekommen hatte, in welchem Hotel das US Swim Team untergebracht war, war der Rest auch kein Problem mehr. 😀 Einmal die Groupie-Tour, bitte! Also, vorm Hotel hocken und warten, dass sich einer blicken lässt. *kicher* Und  mit der Aktion war ich auch sehr erfolgreich, da der Trainer der Amis mich jeden Tag begrüßte, ein Familienmitglied des Lochte-Clans mich einen Tag nach dem ersten Treffen mit Ryan in nem Burger King wiedererkannte und mich mal kurz Momma Lochte quasi „vorstellte“ (ich hatte Ryan ein Geburtstagsgeschenk überreicht, worüber er sich riesig gefreut hat) und ich mich mit ihr für ein paar Minuten unterhalten konnte. Dazu gewann Ryan 3x Gold, während ich da war, und ich muss sagen, der gute Mann ist „in echt“ sowas von HEISS!! Ai Papi!! Ich hab ihn sogar gedrückt. Manchmal muss frau eben dreist sein. Dass ich ne Baseball-Kappe von den Florida Gators aufhatte, verstärkte den „Wiedererkennungs-Effekt“ immer wieder. Besagte Kappe ist nun von Ryan Lochte und Conor Dwyer, die beide dort studiert haben, signiert. ♥ Als Elizabeth Beisel – ebenfalls „Gator“ – mich mit der Kappe im Publikum sah, grinste und winkte sie und bevor ich wusste, was abgeht, machten wir den „Gator Chomp“. Sehr geil!

Und wo wir eben schon  beim Thema „Geburtstag“ waren: bei mir war es ja vor ein paar Tagen auch mal wieder soweit. Eine gute Freundin von mir war zu Besuch, und wir waren im Prinzip den ganzen Tag on Tour. Morgens erstmal beim Hertha-Training (ich hatte das erwähnt, aber mit dem Zusatz, dass wir da nicht hin MÜSSEN), und da ging’s dann auch schon gleich mal zur Sache. Ich hatte, wie auch letztes Jahr, ein Poster von Peter Niemeyer mit, das ich signiert haben wollte, incl. eines Geburtstagsgrußes. Nach dem Training bin ich also zu ihm hin, Poster und Edding in der Hand, ob er da „Happy Birthday“ draufschreiben könne, da ich Geburtstag habe. Und da der gute Peter ja nun mal der Beste ist, passierte Folgendes:

Zunächst fragte er: „Heute?“

Ich: „Ja,“

Er gab mir die Hand und wünschte mir „Alles Gute!“ *Poster unterschreib* Dann er: „Willst du ein Paar Schuhe haben?“

TOTAL SPONTAN, OHNE, dass ich irgendwie was gesagt hätte. Ich war total perplex! Wir gingen dann zusammen zur Kabine, plauderten – unter anderem über seinen kleinen Sohn Leonard, und Peter freut sich schon, wenn der Kleine sprechen und laufen lernt – und er ging rein. während ich draußen wartete. Nach wenigen Sekunden kam er wieder, die Schuhe, die er eben noch  beim Training anhatte, in der Hand, schrieb auf den einen noch „Happy Birthday“ drauf und gab sie mir. Ein „freundschaftlicher“ Klaps auf die Schulter, „Schönen Geburtstag noch!“ und ich war einfach nur megahappy. Ich finde es einfach nur unglaublich. 🙂 Aber da sieht man es auch: es gibt sie noch, diese Spieler, die mit ihren Fans gerne kommunizieren und zu tun haben, die absolut bodenständig und nicht arrogant oder abgehoben sind. Wie eben Peter Niemeyer.

YES THIS IS A CULT!   Leave a comment

Am Donnerstag war es endlich so weit – der Tag bzw. Abend, den ich herbei gesehnt hatte.

Im November hatte ich im Eventim-Newsletter gelesen, dass eine meiner absoluten Lieblings-Bands, 30 Seconds To Mars, nicht nur nach Deutschland kommen, sondern auch hier in Berlin auftreten würden. Ich wollte die ja schon länger mal live sehen, hatte aber bisher nie die Gelegenheit dazu. Nun sollte es also endlich klappen. Und noch dazu liegt der Veranstaltungsort, die Zitadelle, quasi vor meiner Haustür und ich musste nicht mal kreuz und quer durch Berlin (oder in eine andere Stadt) gondeln. Sobald die Karten im Vorverkauf waren, bestellte ich mir eine, und freute mich seither tierisch auf den 6. Juni 2013, auch wenn es gut sechseinhalb Monate Warten bedeutete.

Dazu muss ich sagen: ich kannte die Band zwar seit „The Kill“, aber so richtig „Klick!“ machte es erst mit „Kings & Queens“ und vor allem „Closer To The Edge“ vom vorletzten Album „This Is War“. Insbesondere das letztgenannte Lied hatte einen entscheidenden Einfluss auf mich und mein Leben. Dazu aber gleich noch mehr.

Donnerstag Abend also war dann der große Tag. Und ich muss sagen – die Warterei hat sich gelohnt. Nach der Fortbildung, die ich derzeit besuche, ging es nur schnell nach Hause, Sachen ablegen, noch mal kurz die Füße hochlegen, und dann ab zur Zitadelle. Als ich dort ankam, stellte ich mich in die gefühlt 3km lange Schlange und wartete, bis ich endlich reindurfte. Drin dann natürlich erstmal gleich zum Merchandise-Stand und n T-Shirt holen (ich brauche irgendwie von den ganzen Veranstaltungen, zu denen ich gehe, immer n Souvenir, erst recht, wenn es ein Konzert ist), noch was trinken, und dann auf Jared, Shannon und Tomo warten. Ich stand zwar etwas weiter hinten, hatte aber ne Bombensicht auf die Bühne.

Um 19h trat die Vorband, bestehend aus einer Frontfrau in gewagtem Outfit und nem Drummer mit Guy-Fawkes-Maske, auf die Bühne, und ehrlich, der Bringer waren die nicht. Ich weiß schon nicht mal mehr, wie die überhaupt hießen. Allerdings hatte das Mädel ne ziemlich geile Klampfe: schwarz-weiße Flying-V. ALTER!!! Das Ding hätte ich am liebsten mitgenommen. *hihi* 😉

Als die zwei fertig hatten, ging der Umbau für 30STM los, und gegen 20.10h etwa kamen sie dann endlich auf die Bühne. Und was dann geschah, war so megageil … OH GOTT!!! Der erste „richtige“ Track (sie waren zu den Klängen eines Instrumentalstückes – „Birth“ – auf die Bühne gekommen) war „Conquistador“ vom neuen Album „Love, Lust, Faith + Dreams“, und die Menge tobte. Auch für mich gab es kein Halten mehr in diesem Moment. Da waren sie also – die Band, auf die ich jetzt seit November so sehnsüchtigst gewartet hatte.

Als zweites Lied spielten sie „Kings & Queens“ und ja, trotz über 20 Grad und so hatte ich ne Gänsehaut. Dieses Lied live hat so eine gewaltige Wirkung, boah!! Glückshormone im Überfluss. Ähnlich ging es mir bei „City Of Angels“, „Do Or Die“, „This Is War“, „Hurricane“ und natürlich „Closer To The Edge“. Besagtes Lied ist einfach nur EPISCH, und vor allem die Message darin spricht mich sehr an. Als Jared nach dem Song meinte, dass man nicht sein Leben von den negativen Momenten und Hindernissen beeinflussen lassen, sondern die positiven Dinge schätzen solle (paraphrasiert), dachte ich nur noch „DANKE!!“ Denn genau DAS habe ich, in Hinblick auf meine ganze langwierige Krankengeschichte, auch gelernt:

„No, no, no, no
I will never forget
No, no

I will never regret

No, no
I will live my life!“

Jared bezog immer wieder die Crowd mit ein, streute hier und da ein „ich liebe dich/euch!“ ein, fragte uns nach deutschen Begriffen – insbesondere nach der Übersetzung des Album-Titels – und machte einige lustige Bemerkungen.

Nach dem Instrumentalstück „Pyres Of Varanasi“, welches von einer akrobatischen Einlage zweier Artisten untermalt wurde, stand Jared plötzlich sozusagen im Publikum und gab nach kurzem Geplänkel schließlich „Hurricane“ in einer Akustik-Version, d.h. nur er und seine Gitarre, zum Besten. WHOA!! Danach folgte „The Kill“, zunächst nur Jared, dann aber auch mit Shannon und Tomo. So megageil!!

Den Abschluss schließlich bildete die erste Single des aktuellen Albums, „Up In The Air“, bei dem Jared einige Leute aus dem Publikum auf die Bühne holte und mit einer Deutschlandfahne wedelte. Und genau wie auch bei „Kings & Queens“ und „Closer To The Edge“ lief im Hintergrund das offizielle Musikvideo, was natürlich einen extrem geilen Effekt hatte.

Ich war hinterher so fertig, Hormonflash inclusive (jetzt nicht wegen „OMG JARED LETO!“, sondern weil diese Musik mich einfach so mitgerissen hat), verschwitzt und glücklich, ich war so super-aufgekratzt, dass ich erst nach Mitternacht ins Bett geplumpst bin. Ich hätte den Jungs noch drei Stunden lang zuhören können, nur leider – und das ist der Nachteil an der Zitadelle – war um kurz nach halb zehn schon Schicht im Schacht. 😦

Trotzdem, es war ein verdammt geiler Abend, ein mitreißendes Konzert, und ich weiß genau: wenn ich 30STM nicht vorher schon toll gefunden hätte, würde ich es spätestens jetzt tun. Wenn sie wieder nach Berlin kommen, bin ich auf jeden Fall wieder dabei!! Im November touren sie zwar wieder hier in Deutschland, aber das einzig machbare Konzert wäre Hamburg, da an einem Freitag Abend. Na, mal schauen. 😉

Und als dann noch am Donnerstag Abend der offizielle Twitter-Account der Band meinen Tweet an sie „retweeted“ hatte, kriegte ich das Grinsen erst recht nicht mehr aus dem Gesicht.

30STM

Ich würde zwar nicht sagen, dass ich ein Hardcore-Fan dieser Band bin, aber ich kann definitiv sagen, dass sie mir unendlich viel Freude bereitet haben und dass sich das lange Warten wirklich gelohnt hat. Nicht zu vergessen: „Closer To The Edge“, ein Lied, das mir sehr viel bedeutet und das zu mir gesprochen hat, als es mir richtig dreckig ging. 🙂

YES THIS IS A CULT!

Veröffentlicht 08/06/2013 von Kiwi in Berlin, ich, Musik

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Erinnerungen   Leave a comment

Vor kurzem las ich auf Twitter ein Zitat, das mir doch sehr aus der Seele gesprochen hat. Nämlich:

If it wasn’t for sports, I wouldn’t have some of the best memories I have today!

Dem kann ich nur absolut zustimmen.  Meine Sportleidenschaft hat mir schon so viele geniale Momente beschert, die ich auf gar keinen Fall mehr in meinem Leben missen möchte. Ich habe über gemeinsame Interessen einige Leute kennen gelernt, von denen viele mir ebenfalls sehr ans Herz gewachsen sind. Ich war vor einigen Jahren noch zwar nur hier und da  mal unterwegs, aber seit 2005 tingele ich eigentlich ziemlich häufig – wenn es sich einrichten lässt – durch die Lande und schau irgendwas live an. Stadionbesuche sind da noch das „Harmloseste“, auch wenn ich, gerade mit Hertha BSC, schon so das eine oder andere Erlebnis hatte, das mich immer noch zum Schmunzeln bringt. Sei es die Auswärtsfahrt nach München, als ich in nem Bus voller Bayern-Fans unterwegs war und wir aufgrund eines 150 km langen Staus nur noch ne halbe Stunde vom Spiel hatten und nach dem Spiel ein Bayern-Fan wegen eines Schaltauschs fragte (ich hab den Schal immer noch; ja, es ist mir peinlich, aber ich will ihn auch nicht hergeben, da Erinnerungsstück an diese abgefahrene Fahrt), die ganzen Aktionen mit unserem Kapitän Peter Niemeyer (ich werde NIEMALS meinen Geburtstag letztes Jahr vergessen, als er mich drückte …), ein Fan, der mich in Dortmund auf dem Weg zum Stadion ansprach, ob ich ihm einen meiner Hertha-Schals verkaufen würde … usw. Irgendwas passiert ja immer.

Aber wer mich kennt, weiß, dass ich ja nicht nur zum Fußball fahre, sondern mir hier und da auch anderen Sport live anschaue, sofern es sich zeitlich und finanziell einrichten lässt. Ich weiß, dass einige Leute mich deswegen gerne für total verrückt erklären möchten, aber diese Ausflüge geben mir so unendlich viel!! Den Akku wieder aufladen, dem grauen, routinierten Alltag mal für eine Weile entfliehen und auf andere Gedanken kommen … ich brauch das einfach immer mal zwischendurch. Während einige lieber am Wochenende Party machen bis zur Vergasung, geh ich ins Stadion. Live-Sport statt Ballermann. Das soll keine Kritik sein, sondern einfach meine Einstellung. 😉

Hier in Berlin ist das Sportangebot ja recht vielfältig, da ja auch mit den Eisbären (nein, Danke!) und den Füchsen Berlin gleich zwei Vereine in der jeweils höchsten Spielklasse auf Punktejagd gehen, die für mich einen Bezug haben. Wenn „mein“ THW Kiel hier ist, geht’s in den Fuchsbau, und da ich jetzt auch schon 2x beim Eishockey vorbei geschaut habe (einmal, weil jemand eine Karte übrig hatte, das andere Mal beim diesjährigen Playoff Finale gegen die Kölner Haie, die ich schon seit früher Kindheit verfolge), habe ich auch so eine willkommene Abwechslung. Es macht einfach so viel mehr Spaß, die Spiele live zu verfolgen, da die Stimmung im TV bei weitem nicht so gut rüberkommt wie in der jeweiligen Halle. 🙂

Richtig gefetzt haben auch meine beiden Touren zum MotoGP-Rennwochenende auf dem Sachsenring 2011 und 2012. Dieses Jahr geht’s leider nicht hin, da ich mein Augenmerk auf die Schwimm-WM Ende Juli-Anfang August in Barcelona gelegt habe. Ich fahre zwar nur ein paar Tage hin, da die Tickets recht teuer sind und ich ja auch irgendwo nächtigen muss, aber besser ein paar Tage als gar nicht. Das wäre dann der 3. Trip nach Spanien, um dort Sport zu schauen. 2006 und 2007 war ich in Madrid zum Tennis, und es hat so sauviel Spaß gemacht! Vor allem, wenn die Spanier – und insbesondere natürlich Rafael Nadal – spielen. Da ist ne Stimmung, der Hammer!! („Quiet please!“ kommt zwar auch vor, aber es ist bei weitem keine Schnarch-Veranstaltung, wie man vielleicht denken könnte.) Zwar ist meine Tennis-Leidenschaft inzwischen wieder ziemlich abgekühlt, aber in diesen drei Jahren (2005-2008) hab ich einfach so lustige Dinge erlebt … diese Erinnerungen kann mir keiner mehr wegnehmen!!

Doch zurück zum Schwimmen. Eigentlich hab ich das ja meist nur während der Olympischen Spiele geschaut, aber irgendwie bin ich seit London da irgendwie hängen geblieben. Lecker Männer in Badehosen hat einfach was. 😉 Also schaute ich im Oktober letzten Jahres mal beim Kurzbahn-Weltcup hier in Berlin vorbei. Dass es immer noch Leute gibt, die auf Michael Phelps warteten, fand ich dann doch eher amüsant, wo sich doch rumgesprochen haben dürfte, dass er nach London die Badehose an den Nagel gehängt hat. (In letzter Zeit häufen sich zwar die Gerüchte, dass er vielleicht doch zurück kommt, aber man weiß es eben nicht …)

Von den Namen her, war das Feld damals zwar eher mau besetzt, aber lustig war es trotzdem. Na ja, und als dann ein Gerücht herumgeisterte, dass vielleicht RYAN LOCHTE antreten könnte (es hieß, er wolle in Moskau, was die Station vor Berlin war, an den Start gehen, aber das wurde dann doch dementiert), war ich natürlich nicht zu halten. Gut, wie gesagt, er war nicht da, aber dafür hatte ich das Vergnügen, Anthony Ervin beim Klamottenwechseln genau vor mir zuschauen zu können. AI PAPI.

Na ja, nun also ab nach Barcelona. Und ehrlich, ich freu mich jetzt schon wie n Keks. Ich hab mir die Tage, an denen ich bei der WM rumturnen werde, so ausgesucht, dass auch ne hohe Chance besteht, Ryan Lochte live und in Farbe ansabbern betrachten zu können. Denn auf den 200 m Lagen macht ihm kaum einer was vor. *hihi* Ich bin gespannt!! Tickets und Unterkunft hab ich, jetzt brauch ich nur noch die Flüge und es kann losgehen. 😀 Da ich ja zudem auch für gewöhnlich die Leute treffe, die ich treffen möchte/will, bin ich auch zuversichtlich, dem guten Ryan mal über den Weg zu laufen. *lol*

In diesem Sinne … BRING IT ON!!!

Fuß fassen   Leave a comment

Allmählich fasse ich hier in Berlin wirklich Fuß. Ich lebe ja nun seit fast zwei Jahren hier, und bisher war es nicht einfach, hier alleine zurecht zu kommen. Aber ich habe mich durchgebissen. Ich wollte den Neuanfang, ich brauchte ihn sogar. Nach meinem Zusammenbruch 2010 war ein kompletter Neustart einfach unabdingbar, denn hätte ich so weiter gemacht, wie vor meinem Klinikaufenthalt, hätte ich mir diesen auch getrost sparen können.

Rückblickend kann ich sagen, dass ich diesen Zusammenbruch BRAUCHTE, um für das Abenteuer „Großstadt“ das nötige Rüstzeug mitnehmen zu können. Meistert man eine richtig üble Krise, schafft man den nächsten Schritt auch.

Zugegebenermaßen war ich vor einigen Monaten am Verzweifeln, da es jobmäßig einfach nicht laufen wollte. Meinen ersten richtigen Job hier in Berlin verlor ich bereits im März letzten Jahres. Es folgte der Bewerbungsmarathon, bei dem aber nicht wirklich viel herum kam. Ein Weg aus dem Schlamassel schien eine rein schulische Ausbildung zur Erzieherin zu sein, doch dieser Weg entpuppte sich als absolute Sackgasse. Also weitersuchen und sich nicht unterkriegen lassen, auch wenn der Sachbearbeiter auf dem JobCenter bereits mal fragte, ob ich mir das zumindest theoretisch vorstellen könne, in eine andere Stadt zu ziehen. Ja, nee is klar …

Doch dann …

Ich bewarb mich auf eine Stelle als Online-Redakteurin für ein Unternehmen. Diese Stelle habe ich zwar nicht bekommen, aber als Alternative wurde mir eine mehrmonatige Fortbildung zur „Fachfrau für Online-PR und Marketing“ angeboten. Na, DAS passt ja wie Arsch auf Eimer! Internet-Affinität meinerseits sowie ein Hang zum Schreiben bringe ich ohnehin mit, und also nahm ich dieses Angebot dankbar an. Zumal auch die an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit der anschließenden Übernahme besteht. Na Halleluja!!!

Seit letztem Montag nun bin ich in dieser Fortbildung. Die erste Woche war bisher noch nicht viel los, gegenseitiges Vorstellen und ähnliche Dinge, aber ich muss sagen, dass mir die Zusammensetzung meiner Mitstreiter und Mitstreiterinnen sehr zusagt. Ein buntes Potpourri verschiedenster Charaktere mit den unterschiedlichsten Backgrounds, Interessen und Lebensgeschichten, aber irgendwie passen wir zusammen. Wir haben gleich mal festgelegt, dass wir keinerlei Mobbing oder Ausgrenzung wollen (so erging es mir ja bei der Erzieher-Sache … *narf*), sondern uns gegenseitig helfen, aufeinander Rücksicht nehmen und eben als richtiges „Team“ fungieren wollen.

Ich denke, von den ersten Eindrücken her, dass ich den Jackpot mit dieser Fortbildung gewonnen habe. Dass ich erstmal durch eine Menge negativer Dinge musste, um dann doch noch wirklich hier „angekommen“ zu sein, Fuß zu fassen, und die Nische zu finden, die mir – beruflich gesehen – zusagt. Es war nicht einfach, kein Bisschen, aber ich habe es geschafft. Weil ich einfach nicht aufgegeben habe, sondern immer weiter gemacht habe, auch wenn es stellenweise mehr als frustrierend war, dass nur Absagen kamen.

Wenn ich etwas nämlich absolut nicht leiden kann, dann sind es Menschen, die den ganzen Tag nur jammern, wie Scheiße ihr Leben ist, aber mit Verlaub gesagt den Arsch nicht hochkriegen, um etwas daran zu ändern, weil Jammern ja die einfachere Variante ist. Sicher braucht man Ausdauer und Durchhaltevermögen, aber wie ich selber im Laufe der Zeit erfahren habe, lohnt es sich, für etwas, das man wirklich will, zu kämpfen. Dann schafft man es auch, sein Leben auf die Reihe zu kriegen.

In diesem Sinne …

 

DON’T STOP BELIEVIN‘!

Veröffentlicht 05/05/2013 von Kiwi in Berlin, ich

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Es zahlt sich langsam aus …   Leave a comment

Nachdem mein Workout am Freitag nicht zu meiner absoluten Zufriedenheit verlaufen war, habe ich aber dennoch daraus etwas Positives gezogen. Nämlich, dass mich eine nicht zufriedenstellende Leistung nur anstachelt, es beim nächsten Mal eben besser zu machen. 🙂

Heute war ich dann wieder in meiner Muckibude, weil ich einen weiteren Check-Up durchführen ließ. Zwar gibt es noch einige Baustellen (z.B. ist der Körperfettanteil immer noch viel zu hoch, was aber u.a. an einem meiner Medikamente liegen dürfte, das leider die Nebenwirkung Gewichtszunahme usw. hat – und leider auch an den Genen …), aber ich bin zuversichtlich, dass sich auch das im Laufe der Zeit verbessern wird. Schließlich ist Schweiß weinendes Körperfett. 😉

Ein anderer Teil dieses Check-Ups ist ein Kraft-Koordinations-Test. Und da bin ich insbesondere auf die erste Übung verdammt stolz. „Frauen-Liegestütze“. Ich lasse einfach mal die Zahlen für sich sprechen:

Januar 2012: 20/21

Sommer 2012: dito

Dezember 2012: 29

17. März 2013: 45

Ich fand besonders toll, dass die Trainerin, die den Test mit mir gemacht hat, neben mir laut mitzählte und bei ca. 30 Stück meinte „Super!“ Das hat mich zusätzlich angestachelt. 🙂 Mal schauen, wann ich die 50 knacke. 😉

Veröffentlicht 17/03/2013 von Kiwi in ich, Sport allgemein

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Am Wasser   Leave a comment

Da ja derzeit das Wetter absolut Bombe ist, bin ich immer wieder mal draußen und lasse mir die Sonne auf den Pelz brennen. Ich habe am Montag Nachmittag mal spontan einen Spaziergang ans Havelufer gemacht und mich dort für eine Weile auf ne Bank gesetzt, die Sonne genossen und auf das ruhig dahinfließende Wasser geschaut. Ich gehöre eigentlich nicht zu der Sonnenanbeter-Spezies, aber nach diesem ekelhaften, trüben Wetter der letzten Wochen (ich mag den Winter, aber nicht so, wie er diesmal war … pfui Deibel), war das einfach mal was, was gut tat. SEHR gut sogar.

Während ich also die tanzenden Sonnenstrahlen auf dem Wasser beobachtete, merkte ich, wie ich immer ruhiger wurde. Die vergangenen Wochen waren auch seelisch nicht einfach, mich haben sehr viele, vielleicht sogar ZU viele, Dinge tierisch aufgeregt, und ich war eigentlich ständig unter Strom. Aber da, am Wasser … es war wunderbar ruhig, einfach nur mal ein paar Minuten da sitzen, abschalten. Ich glaube, das werde ich jetzt öfter machen; denn auch meine Therapeutin, der ich gestern von meinem kleinen „Ausflug“ erzählte, bestärkte mich darin, dies zu tun, weil es mir gut tut und ich so einen weiteren sogenannten „Skill“ herausgefunden habe, den ich anwenden kann, wenn diese Welt mir wieder einmal zu laut und zu hektisch wird.

Gleichzeitig „räume ich auf“, d.h. ich habe am Wochenende angefangen, mal die ganzen alten Zeitungen/Zeitschriften, die ich nicht mehr brauche, auszusortieren und wegzuwerfen. Einfach mal in ein (gebrauchtes) Postpaket gestopft und in die Tonne gekloppt. Kurz und schmerzlos. Adios. Als nächstes möchte ich mich nun meinem Bücherregal widmen: nicht aus-, aber umsortieren. Mal schauen, ob das so wird, wie ich mir das vorstelle. 😉

Veröffentlicht 06/03/2013 von Kiwi in Berlin, ich

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Standing in the hall of fame   Leave a comment

Gestern war ich also wieder mal in der Muckibude. Und es hat, wie eigentlich immer, so verdammt viel Spaß gemacht. Mich wurmt es nur ein bissl, dass ich es bisher noch nicht geschafft habe, die abschließenden 40 Minuten Intervall-Training auf dem Laufband ohne das Drücken auf die „Pause“-Taste zu absolvieren, aber ich nähere mich diesem an. Es hakt immer im dritten Viertel (10min bei 6,5 km/h und 3,5% Steigung), aber wie gesagt, ich komme dem Ziel immer näher und bin mir sicher, dass ich es in Bälde schaffe. Ich weiß, 40 min hören sich ziemlich viel an, insbesondere, wenn man vorher ne knappe Stunde Krafttraining gemacht hat, aber dadurch, dass diese Intervalleinheit eben in 4×10 min mit unterschiedlichen Steigungen und Geschwindigkeiten gegliedert ist, ist es gar nicht sooooooo schlimm. 😉 Außerdem kommt man so richtig schön ins Schwitzen, die Fettverbrennung wird weiter angekurbelt, und man weiß, dass man etwas für sich und seinen Körper getan hat. Schließlich ist Schweiß weinendes Körperfett. 😉 Danach wartet ja dann auch die heiße Dusche, die einfach himmlisch ist. 😀

Hinzu kommt, dass ich, wenn ich mich im Studio quäle, grundsätzlich meine Musik auf den Ohren habe. Um mich zu pushen und die Welt um mich herum für die Dauer des Trainings auszublenden. Es gibt dann nur mich und die Geräte. Ich bin jemand, der bei Musik auch viel auf Texte achtet, und kürzlich lief im TV ein Songausschnitt, der mir unheimlich gut gefiel. Nur leider hatte ich keine Ahnung, wie das Lied heißt. Fand ich aber kurz darauf auch raus: „Hall Of Fame“ von The Script. Gestern hab ich mir das Lied dann auf iTunes runtergeladen und höre es seither quasi non-stop auf Dauerschleife. Die Melodie geht einfach ins Ohr … aber noch viel entscheidender sind die Lyrics. Einer der inspirierenden Songs, die ich jemals gehört habe. Hammer. Absolut. Und er trifft auch auf einige meiner Vorbilder aus dem Sportbereich absolut zu. Noch ein Grund mehr, diesen Song zu lieben. 🙂

You can go the distance
You can run the mile
You can walk straight through hell with a smile

You could be the hero
You could get the gold
Breaking all the records they thought never could be broke

Yeah, do it for your people
Do it for your pride
How you ever gonna know if you never even try?

Do it for your country
Do it for your name
‚Cause there’s gonna be a day…

When you’re standing in the hall of fame (yeah)
And the world’s gonna know your name (yeah)
‚Cause you burn with the brightest flame (yeah)
And the world’s gonna know your name (yeah)
And you’ll be on the walls of the hall of fame

Be a champion, be a champion, be a champion, be a champion
On the walls of the hall of fame

Zusammen mit „If Today Was Your Last Day“ von Nickelback mein persönlicher „Theme Song“, hehe!!

In diesem Sinne …

Veröffentlicht 21/02/2013 von Kiwi in ich, Musik, Sport allgemein

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