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Erinnerungen   Leave a comment

Vor kurzem las ich auf Twitter ein Zitat, das mir doch sehr aus der Seele gesprochen hat. Nämlich:

If it wasn’t for sports, I wouldn’t have some of the best memories I have today!

Dem kann ich nur absolut zustimmen.  Meine Sportleidenschaft hat mir schon so viele geniale Momente beschert, die ich auf gar keinen Fall mehr in meinem Leben missen möchte. Ich habe über gemeinsame Interessen einige Leute kennen gelernt, von denen viele mir ebenfalls sehr ans Herz gewachsen sind. Ich war vor einigen Jahren noch zwar nur hier und da  mal unterwegs, aber seit 2005 tingele ich eigentlich ziemlich häufig – wenn es sich einrichten lässt – durch die Lande und schau irgendwas live an. Stadionbesuche sind da noch das „Harmloseste“, auch wenn ich, gerade mit Hertha BSC, schon so das eine oder andere Erlebnis hatte, das mich immer noch zum Schmunzeln bringt. Sei es die Auswärtsfahrt nach München, als ich in nem Bus voller Bayern-Fans unterwegs war und wir aufgrund eines 150 km langen Staus nur noch ne halbe Stunde vom Spiel hatten und nach dem Spiel ein Bayern-Fan wegen eines Schaltauschs fragte (ich hab den Schal immer noch; ja, es ist mir peinlich, aber ich will ihn auch nicht hergeben, da Erinnerungsstück an diese abgefahrene Fahrt), die ganzen Aktionen mit unserem Kapitän Peter Niemeyer (ich werde NIEMALS meinen Geburtstag letztes Jahr vergessen, als er mich drückte …), ein Fan, der mich in Dortmund auf dem Weg zum Stadion ansprach, ob ich ihm einen meiner Hertha-Schals verkaufen würde … usw. Irgendwas passiert ja immer.

Aber wer mich kennt, weiß, dass ich ja nicht nur zum Fußball fahre, sondern mir hier und da auch anderen Sport live anschaue, sofern es sich zeitlich und finanziell einrichten lässt. Ich weiß, dass einige Leute mich deswegen gerne für total verrückt erklären möchten, aber diese Ausflüge geben mir so unendlich viel!! Den Akku wieder aufladen, dem grauen, routinierten Alltag mal für eine Weile entfliehen und auf andere Gedanken kommen … ich brauch das einfach immer mal zwischendurch. Während einige lieber am Wochenende Party machen bis zur Vergasung, geh ich ins Stadion. Live-Sport statt Ballermann. Das soll keine Kritik sein, sondern einfach meine Einstellung. 😉

Hier in Berlin ist das Sportangebot ja recht vielfältig, da ja auch mit den Eisbären (nein, Danke!) und den Füchsen Berlin gleich zwei Vereine in der jeweils höchsten Spielklasse auf Punktejagd gehen, die für mich einen Bezug haben. Wenn „mein“ THW Kiel hier ist, geht’s in den Fuchsbau, und da ich jetzt auch schon 2x beim Eishockey vorbei geschaut habe (einmal, weil jemand eine Karte übrig hatte, das andere Mal beim diesjährigen Playoff Finale gegen die Kölner Haie, die ich schon seit früher Kindheit verfolge), habe ich auch so eine willkommene Abwechslung. Es macht einfach so viel mehr Spaß, die Spiele live zu verfolgen, da die Stimmung im TV bei weitem nicht so gut rüberkommt wie in der jeweiligen Halle. 🙂

Richtig gefetzt haben auch meine beiden Touren zum MotoGP-Rennwochenende auf dem Sachsenring 2011 und 2012. Dieses Jahr geht’s leider nicht hin, da ich mein Augenmerk auf die Schwimm-WM Ende Juli-Anfang August in Barcelona gelegt habe. Ich fahre zwar nur ein paar Tage hin, da die Tickets recht teuer sind und ich ja auch irgendwo nächtigen muss, aber besser ein paar Tage als gar nicht. Das wäre dann der 3. Trip nach Spanien, um dort Sport zu schauen. 2006 und 2007 war ich in Madrid zum Tennis, und es hat so sauviel Spaß gemacht! Vor allem, wenn die Spanier – und insbesondere natürlich Rafael Nadal – spielen. Da ist ne Stimmung, der Hammer!! („Quiet please!“ kommt zwar auch vor, aber es ist bei weitem keine Schnarch-Veranstaltung, wie man vielleicht denken könnte.) Zwar ist meine Tennis-Leidenschaft inzwischen wieder ziemlich abgekühlt, aber in diesen drei Jahren (2005-2008) hab ich einfach so lustige Dinge erlebt … diese Erinnerungen kann mir keiner mehr wegnehmen!!

Doch zurück zum Schwimmen. Eigentlich hab ich das ja meist nur während der Olympischen Spiele geschaut, aber irgendwie bin ich seit London da irgendwie hängen geblieben. Lecker Männer in Badehosen hat einfach was. 😉 Also schaute ich im Oktober letzten Jahres mal beim Kurzbahn-Weltcup hier in Berlin vorbei. Dass es immer noch Leute gibt, die auf Michael Phelps warteten, fand ich dann doch eher amüsant, wo sich doch rumgesprochen haben dürfte, dass er nach London die Badehose an den Nagel gehängt hat. (In letzter Zeit häufen sich zwar die Gerüchte, dass er vielleicht doch zurück kommt, aber man weiß es eben nicht …)

Von den Namen her, war das Feld damals zwar eher mau besetzt, aber lustig war es trotzdem. Na ja, und als dann ein Gerücht herumgeisterte, dass vielleicht RYAN LOCHTE antreten könnte (es hieß, er wolle in Moskau, was die Station vor Berlin war, an den Start gehen, aber das wurde dann doch dementiert), war ich natürlich nicht zu halten. Gut, wie gesagt, er war nicht da, aber dafür hatte ich das Vergnügen, Anthony Ervin beim Klamottenwechseln genau vor mir zuschauen zu können. AI PAPI.

Na ja, nun also ab nach Barcelona. Und ehrlich, ich freu mich jetzt schon wie n Keks. Ich hab mir die Tage, an denen ich bei der WM rumturnen werde, so ausgesucht, dass auch ne hohe Chance besteht, Ryan Lochte live und in Farbe ansabbern betrachten zu können. Denn auf den 200 m Lagen macht ihm kaum einer was vor. *hihi* Ich bin gespannt!! Tickets und Unterkunft hab ich, jetzt brauch ich nur noch die Flüge und es kann losgehen. 😀 Da ich ja zudem auch für gewöhnlich die Leute treffe, die ich treffen möchte/will, bin ich auch zuversichtlich, dem guten Ryan mal über den Weg zu laufen. *lol*

In diesem Sinne … BRING IT ON!!!

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Ein unvergesslicher Geburtstag   2 comments

Am Montag hatte ich Geburtstag. Der ursprüngliche Plan war, wegzufahren und irgendwo einen auf meine Art draufzumachen. 😉 Das zerschlug sich aber dann doch, und so blieb ich hier in Berlin hocken. Aber ich war nicht untätig. Nachts gab es eine zum Brüllen lustige Twitter-Fete, wo ich mit ein paar Mädels einfach nur Blödsinn hin- und hergeschrieben habe. Wir lagen vor lachen teilweise auf dem Boden. 😀

Nachmittags machte ich mich dann auf zur Geschäftsstelle von Hertha BSC, da ich Karten für unser Spiel beim 1. FC Kaiserslautern kaufen wollte, und da die Herren Profis „zufällig“ 😉 um 16h Training hatten, dachte ich mir, wenn ich schon mal da bin … Zudem hatte ich ein Foto von unserem Kapitän Peter Niemeyer ausgedruckt, das ich für eine meiner Mädels signieren lassen wollte. Und ich hatte das Poster, dsa von ihm in einem der Stadionhefte der letzten Saison drin war, dabei. Da Peter Niemeyer nicht nur unser Kapitän, sondern auch ein sehr sympathischer Kerl und mein Lieblingsspieler ist, wollte ich ihn fragen, ob er auf das Poster „Happy Birthday“ schreiben könne. Also wartete ich nach dem Training auf ihn und ging zu ihm hin. Und was dann passierte, war so verdammt genial, ich bin immer noch dezent am Abfeiern deswegen.

Er sah mich, grinste mich an und meinte: „Hi!“

Ich: *OMG*

Foto zum Signieren hingehalten, inclusive Widmung für besagte Bekannte unterschreiben lassen. Dann mein Poster: „Peter, kannst du da ‚Happy Birthday‘ drauf schreiben? Ich hab nämlich heute Geburtstag …“

Er: „Ja, na klar!“ Schreibt „Happy Birthday“ und „Alles Gute!“ drauf. „Du hast heute Geburtstag?“

„Ja …“

„Ja dann alles Gute!“

UND NIMMT MICH IN DEN ARM UND DRÜCKT MICH.

Ich wusste in dem Moment nicht mehr, wo oben und unten ist. Ich hab ja nun mit allem gerechnet, aber definitiv NICHT damit! Das war so unglaublich, ich hab das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Mein Lieblings-Herthaner drückt mich. Uff.

Danke Peter, für einen unvergesslichen Moment – und einen ebenso unvergesslichen Geburtstag.

Veröffentlicht 29/08/2012 von Kiwi in Fußball, Hertha BSC, ich

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Leere – oder doch nicht?   Leave a comment

Die Fußball-Saison 2012/2013 steht in den Startlöchern, und bisher habe ich nicht den geringsten Funken Begeisterung in mir. Sonst konnte ich es immer kaum erwarten, bis der Ball wieder rollte und ich ins Stadion konnte. Doch dieses Mal will sich absolut keine Vorfreude einstellen. Dachte ich ja zunächst, das sei nur, so lange die EM vonstatten geht und wieder überall die Event-Nasen rumlaufen, die Fußball ja sonst sooooo scheiße finden, uns Fans, die regelmäßig ins Stadion gehen, als „Assis“ und was weiß ich bezeichnen, aber kaum ist Großereignis, kommen sie aus ihren Löchern gekrochen, sehe ich mich immer noch damit konfrontiert, dass mich das ganze derzeit wirklich nur bestenfalls peripher tangiert. Das ist SEHR ungewöhnlich. Ich hatte zwar schon immer mal kurze Phasen, in denen ich nicht ganz so fußballbegeistert war, aber das war dann nach kurzer Zeit eben schon wieder vorbei  und ich war voll dabei. Diesmal ist es anders. Der Funke will einfach nicht zünden. Sicher hängt vieles davon mit der abgelaufenen Saison mit Hertha zusammen, das Drama von Düsseldorf, der Abstieg, das Trainerchaos … es hat sehr, sehr tiefe Spuren hinterlassen. Der Akku ist immer noch leer. Sicher, ich bin eine, die in den vergangenen 26 Jahren, seit ich Fußball bewusst schaue, in guten wie in schlechten Zeiten hinter IHRER Mannschaft (bzw. ihren Mannschaften) gestanden hat, aber ich verspüre nicht die geringste Freude, trotz Dauerkarte für die Ostkurve. Gut möglich, dass sich das in den kommenden Wochen, sobald die Saison dann wirklich gestartet ist und der Ball wieder rollt, ändert, aber derzeit gibt Fußball mir nichts mehr.

Das heißt nicht, dass ich Fußball GAR nicht mehr mag, ich bin schließlich damit aufgewachsen, aber derzeit gibt es etwas, was mich sehr viel mehr interessiert und begeistert. Und das ist MotoGP. Das Wochenende auf dem Sachsenring war einfach nur hammergeil, auch wenn das Wetter stellenweise eher suboptimal war. Aber ich habe dort so viel erlebt, war im Fahrerlager,  und hatte einfach eine absolut geile Zeit dort. Die vier Tage unter „normalen Leuten“ haben etwas in mir bewirkt. Und ich weiß einmal mehr, dass es sich lohnt, für seine Träume zu kämpfen, dass man nur dieses eine Leben hat und das Bestmögliche daraus machen und niemals aufgeben sollte. 🙂 Das ist eine für mich sehr wertvolle Erkenntnis, und etwas, das mir niemand wieder wegnehmen kann.

In diesem Sinne – einen schönen Sonntag noch!

Veröffentlicht 15/07/2012 von Kiwi in Berlin, Fußball, Hertha BSC, ich, MotoGP

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Schreibblockade   Leave a comment

Da ist sie also wieder einmal, eine handfeste Schreibblockade. Für einen Blog, in dem es eigentlich nur um den ganz normalen Wahnsinn geht, ist das weniger „schlimm“. Anders sieht es aber aus, wenn man themenbezogene Blogs hat, wie mein Hertha-Blog und mein neues Baby, mein MotoGP-Blog. Ich habe zwar einen immensen Gedankenwirbel in meinem Kopf, unzählige Ideen, was ich mal bloggen könnte, allein es fehlt an der Umsetzung dieser Ideen. Ich kann einfach die Gedanken in meinem Kopf nicht „einfangen“ und in geschriebene Worte umsetzen. Ich hocke vor den Templates, kritzele ein paar Zeilen, wenn es überhaupt soweit kommt, und lösche es umgehend wieder. Das ist irgendwie nervig. Man möchte, kann aber nicht.

Veröffentlicht 11/11/2011 von Kiwi in Fußball, ich, MotoGP

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Heimweh   4 comments

Ich habe Heimweh. Heimweh nach der geilsten Stadt Deutschlands. Ich war wieder mal ein paar Tage in Berlin. Eigentlich wollte ich da nur hin, weil ich zum letzten Zweitliga-Spiel meiner Hertha gegen den FC Augsburg wollte, aber dann kam es doch ein bisschen anders.

Ich hatte am Freitag vor dem Spiel ein Vorstellungsgespräch in Berlin. Es ist recht entspannt verlaufen, ich bin ganz guter Dinge, dass das klappt. Und da an dem Tag schönes Wetter war, beschloss ich, eine Stadtrundfahrt zu machen. Während ich also im Doppeldecker-Bus hockte und zwei Stunden lang in Berlin herumgondelte, hatte ich manchmal schon beinahe Tränen in den Augen. Weil ich diese Stadt so sehr liebe. Weil sie vielleicht schon sehr bald mein Zuhause sein wird. Meine Heimat ist sie ja schon. 😉 Um ehrlich zu sein, hält mich hier in diesem Kaff nicht mehr viel. Genaugenommen fast nix. Ich brauche einen Tapetenwechsel. Ich hab mein ganzes bisheriges Leben hier verbracht, ich hab die Nase voll. 😀

Na ja, und als wir dann am Montag am Hauptbahnhof in den ICE Richtung KS-Wilhelmshöhe stiegen und den Rückweg antraten, ging’s los. Wir waren noch nicht mal in Spandau, da hab ich schon angefangen, mein Berlin zu vermissen. *seufz*

Ja, ich habe Heimweh …

Veröffentlicht 22/05/2011 von Kiwi in Berlin, Fußball, Hertha BSC, ich

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Pokalabend   Leave a comment

Gestern Abend zog ich mir gemütlich zwei Pokalspiele rein. Zuerst das DHB-Pokal-Viertelfinale zwischen den Füchsen Berlin und meinem THW Kiel, meiner großen Handball-Liebe. Ich schau ja schon länger gern Handball, war aber bisher irgendwie immer „vereinslos“. Ich mochte Kiel, Lemgo und aus lokalpatriotischen Gründen die HSG Wetzlar, aber so richtig „Fan“ war ich bisher nicht. Das änderte sich Ende letzten Jahres, als ich irgendwie merkte, dass ich mich stark zum THW Kiel hingezogen fühlte. Inzwischen hab ich auch nen Schal und spreche von den Zebras gern mal als „wir“ oder „uns“. 😉 Nun, gestern Abend gingen wir also in Berlin auf Fuchsjagd, und das auch sehr erfolgreich. Ein bisschen Nervenflattern hatte ich ja doch, da die Füchse etwas überraschend den H$V rausgekegelt hatten. Doch ich brauchte mir keine Sorgen zu machen: meine Jungs hatten das Spiel recht schnell unter Kontrolle. Für mich der endgültige Moment, als es sich zu unseren Gunsten entschied: wir hatten in der zweiten Halbzeit zwischendurch doppelte Unterzahl, da zwei Mann mit einer 2-min-Strafe belegt waren. Für die Füchse die IDEALE Gelegenheit, ranzukommen. Aber Filip Jícha nutzte einen gravierenden Fehler in der Hintermannschaft der Berliner und haute Silvio Heinevetter (lustig, wenn es 7m gibt, wird die tatort-Titelmelodie eingespielt, da er ja mit Simone Thomalla zusammen ist) die Kugel um die Ohren. BAMM. Ab da fiel den Füchsen wirklich nichts mehr ein, um die bärenstark agierenden Zebras in irgendeiner Weise Paroli zu  bieten. So fahren wir also Anfang Mai zum Final Four nach Hamburg, und wenn die Chance, dieses Jahr erneut Meister zu werden, eher gering ist, holen wir eben den Pokal in deren Hütte. *händereib* 👿

Und anschließend schaltete ich dann rüber auf ZDF, wo die Partie Bayern München gegen Schalke 04 im vollen Gange war. Schalke war durch einen Treffer von Raul in der 1. HZ mit 1-0 in Führung gegangen und brachte dieses Ergebnis auch über die Zeit. Nix war’s mit der Titelverteidigung, ätsch FCB! Im Prinzip schaute ich mir dieses Spiel äußerst neutral an, da ich weder Schalke noch den FCB sonderlich sympathisch finde, aber irgendwie war ich dann doch n bissl für Schalke. Auch wegen Manuel Neuer, den für mich zusammen mit Iker Casillas besten Torhüter der Welt. Die „Kunden“ in der Südkurve hatten ja nichts besseres zu tun, als Neuer auszupfeifen und Plakate gegen ihn hochzuhalten. Der Effekt war, dass sie ihn damit wohl nur angestachelt haben. Hähä!!

Somit kriegen wir also ein blau-weißes Finale in Berlin. Und ich freu mich drauf. Es hat ein gewisses Derby-Feeling, da der Finalgegner der MSV Duisburg ist. Ich bin wirklich gespannt, wer von beiden Teams am Ende den Pokal in die Höhe stemmen wird. 🙂

Beziehungsstatus: Fußball!   Leave a comment

Manchmal möchte ich das den Leuten wirklich lauthals entgegen schreien, wenn sie mich wieder mal damit nerven, warum ich eigentlich Dauersingle bin. Es gibt zwar noch einige andere Sportarten, die ich mir gern reinziehe, aber zu keiner habe ich eine so innige und leidenschaftliche Bindung wie zum Fußball. Ich bin damit sozusagen auf die Welt gekommen. Mein Vater hat früher selber gespielt (Tor; später dann Feldspieler) und auch einige Amateurmannschaften trainiert. Meine Mutter war auch schon länger Fußball interessiert, und wenn zwei solche Gene aufeinander prallen, kommt sowas wie ich dabei raus. 😀

Ich hatte zwar schon diverse Teams, die ich mochte, aber wie ja bekannt ist, fiebere und leide ich am meisten mit der Berliner Hertha. Teilweise nimmt das schon etwas groteske Züge an … man sieht mich eigentlich bei fast jeder Gelegenheit mit einem meiner unzähligen Schals, einer Jacke oder auch mit Handschuhen und Mütze in Blau-Weiß herumrennen. Ich kann einfach nicht ohne meinen Verein oder generell ohne mein Fußball. Selber spiele ich zwar nicht, aber meiner Leidenschaft tut das keinen Abbruch. Samstag Nachmittag die Radiokonferenz hören mangels Sky, oder sich vor den PC flacken und via Livestream schauen (gab auch Zeiten, da wurde nicht nur die Bundesliga intensivst verfolgt, sondern auch die EPL und die Primera Division … zur Not eben auch mit chinesischem Kommentar, egal, hauptsache, ich konnte Liverpool und Barça sehen), unter der Woche darf’s auch mal CL oder UEFA Cup (nein, ich weigere mich, das jetzt „Euro League“ zu nennen!) sein, DFB-Pokal und was sonst noch so interessant sein könnte. Nicht selten gurke ich auch kreuz und quer durch die Republik, um die Hertha auswärts zu unterstützen – ein gar wundervoller Weg, die Geografie kennen zu lernen! – und in ein paar Tagen geht’s nach Wiesbaden, zu SV Wehen Wiesbaden vs 1. FC Saarbrücken. , um Kai Gehring bei seinem neuen Verein, 1. FC Saarbrücken, spielen zu sehen.  Ich kenn die „Blechbüchse“ ja schon von x Heimspielen, die ich damals beim SVWW besucht habe (als Kai in der „Zwoten“ kickte, hab ich mir dann eben auch mal die Regionalliga angeschaut …) Und ein Trip nach Saarbrücken ist auch in der Planung, da der Ludwigspark in Saarbrücken ein Stadion ist, wo ich bisher noch nicht war. Ich werde wohl allmählich auf meine alten Tage noch zum Groundhopper?? Keine Ahnung, aber ich weiß, dass Fußball mir sehr, sehr wichtig ist.

In langen, von Depressionen und Panikattacken geprägten Monaten hat der Fußball und meine Liebe zu diesem Sport mir etwas zum „Festhalten“ und „Hochziehen“ gegeben, hat mir immens dabei geholfen, mein Leben noch irgendwie lebenswert erscheinen zu lassen. Hinzu kommt, dass derzeit Fußball für mich auch therapeutische Zwecke erfüllt, indem ich mich wieder in Menschenmengen begebe, da ja in jüngerer Vergangenheit viele Menschen dicht gedrängt und wenn’s geht auf enge(re)m Raum bei mir mehr oder weniger starke Panikattacken ausgelöst haben …

Außerdem kann man sich beim Fußball herrlich abreagieren. Man steht im Block und brüllt rum, schreit seinen Verein nach vorne, feuert ihn an, wird eins mit der Masse um einen herum. Unter der Woche lieb und brav, geht am Spieltag die Post ab. Sau rauslassen, Vollgas in der Kurve. Adrenalin. Torjubel. Entsetzen. Freude. Trauer. Verzweiflung. Frust. Man durchlebt alle möglichen Emotionen … und man weiß vorher nie, was einen diesmal erwartet, was die ganze Angelegenheit ja so prickelnd macht. 🙂 Es ist die Unberechenbarkeit des Sports – der haushohe Favorit stolpert beim Underdog. Die Mannschaft, die wochenlang einsam an der Spitze ihre Kreise zieht, bricht plötzlich ein und die Verfolger können aufschließen. Außenseiter mucken plötzlich auf und spielen sich in einen Rausch. Abstiegskampf. Meisterschaft. Mittelmaß. Es ist alles dabei.

Und das ist das Geile daran – und der Grund, warum ich diesen Sport so liebe.