Archiv für die Kategorie ‘Berlin

Sonata Arctica in Berlin   Leave a comment

Dank meiner Brieffreundin wurde ich vor etwas über 10 Jahren auf die finnische Power-Metal-Band SONATA ARCTICA aufmerksam. Seither habe ich eine Schwäche für die Jungs. Und ich wollte sie schon immer mal live sehen. Da sie aber irgendwie nie nach Frankfurt kamen, als ich noch in Hessen wohnte, klappte das nie. Bei der letzten Tour zu „Stones Grow Her Name“ musste ich sie sausen lassen, aber dafür dann eben jetze. Gestern Abend beglückte die fünfköpfige Truppe den C-Club am Columbiadamm in Tempelhof. Anfangs war ich etwas zögerlich, da das Konzert erst um 21h los gehen sollte, aber dann machte es „klick“ – war ja Gründonnerstag. Also her mit dem Ticket und ab dafür!

Und ich wurde auch nicht enttäuscht. 🙂

Opening Band war eine Truppe namens „Trick Or Treat“, kannte ich vorher nicht, aber die waren lustig. Tobten wie die Besemmelten auf der Bühne rum, inclusive quietschpinker aufblasbarer Klampfe, die der Sänger beim letzten Song benutzte. Unter anderem spielten sie eine Power-Metal-Version von Cyndi Laupers Klassiker „Girls Just Wanna Have Fun“. Ich hätte heulen können vor lachen, das hat so geil gefetzt! Geil war auch die Einlage des Drummers, der plötzlich „Eins, zwei, Polizei!“ abspielte. Die Halle tobte!

Als die Herrschaften dann fertig hatten, kam der Umbau für Tony und seine Kapelle. Warten, n bisschen mehr warten … zugucken, wie da alles aufgebaut wird.

So um 22h rum war es dann endlich soweit: Sonata Arctica betraten die Bühne, und ich war hin und weg. Was ein Brett an Konzert! Ich war – und bin es immer noch! – so megaglücklich! Die Jungs spielten einen Querschnitt aus fast allen Alben (meines Wissens nach fehlte was von „Unia“), also auch ältere Werke wie „FullMoon“, „Kingdom For A Heart“ und „My Land“ (dieses Lied hab ich damals, als ich in Neuseeland war, sehr oft gehört). Vor „Victoria’s Secret“ alberte Tony rum, ob wir denn Damenunterwäsche mögen würden? *hihi* Ich hatte Spaß. Das ist mal sicher. Berlin kam zudem in den Genuss, die Live-Premiere des Songs „What Did You Do In The War, Dad?“ vom aktuellen Album „Pariah’s Child“ zu hören. Hurra! Das hatte die Band vorher auf ihrem offiziellen Twitter-Account angekündigt, was ich natürlich extrem cool fand. \m/ Ebenfalls geile Nummern waren „White Pearl, Black Oceans“, „Losing My Insanity“ und „I Have A Right“.

Richtig abgegangen bin ich aber, als sie in der Zugabe „Don’t Say A Word“ spielten. Den Song lieb ich ja, einer meiner absoluten Favoriten EVER.

Auch wenn es eine ziemlich schweißtreibende Angelegenheit war und mir heute noch alles weh tut, ich hätt noch stundenlang mit den lustigen Finnen feiern können. Die gehen einfach nur geil ab. 🙂

Bleibt mir nur noch zu sagen KIITOS! für diesen geilen Abend.

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Veröffentlicht 18/04/2014 von Kiwi in Berlin, Musik

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Rockin‘ in a free world   Leave a comment

Das Schöne an Berlin ist ja, dass die meisten geilen Bands auch hier Station machen.

Vor einer Weile habe ich via Twitter die Band BURY TOMORROW aus England kennen gelernt. Die fünfköpfige Metalcore-Truppe ist außerhalb UK bisher eher noch ein Insidertipp, und sie machten auf ihrer ersten Headliner-Tour in Berlin Station. Ich war mir erst nicht sicher, ob ich wirklich hingehen wollte, aber entschied mich dann doch recht spontan (und nachdem ich vergangenen Monat bei FIVE FINGER DEATH PUNCH schon das volle Brett abbekommen hatte), eine Karte zu kaufen. Für 20 Tacken kann man das mal machen.

Freitag Abend war es also soweit – BURY TOMORROW im Comet Club. Diese Location ist vor allem bemüht, unbekannteren Bands eine Bühne zu geben. Ich hatte es, wie auch schon bei FFDP wieder in die erste Reihe geschafft, und im Comet Club bedeutet das, dass man direkt an der Bühne steht und die Musiker quasi anfassen kann. Geiler Scheiß!

Den Auftakt machte CHUNK! NO CAPTAIN CHUNK! aus Frankreich, die dem Publikum schon mal mächtig einheizten. Als die fertig waren, der Umbau für BT, und ich hätte mir keinen besseren Stehplatz aussuchen können – stand ich doch direkt vor Sänger und Gitarrist Jason Cameron. Dazu muss ich sagen, dass die Band zwei Sänger hat: Frontmann Daniel „Dani“ Winter-Bates ist für die Metalcore-typischen Growls verantwortlich, wohingegen Jason „Jase“ Cameron die clear vocals singt. Und ich sage euch – der Junge hat die wahrscheinlich geilste und beste clear vocals-Stimme im Metalcore. Hach!

Jedenfalls stand ich also direkt vor Jason. Und was soll ich sagen? Wir haben quasi den ganzen Abend lang „geflirtet“, hihi! Bei einem Song haben wir uns die Hand gegeben, und als der Song rum war, hat er mir sein Plek in die Hand gedrückt. Fand ich total cool! Headbangen, was das Zeug hielt, und einfach ne geile Zeit haben.

Dani und Jason

Nach dem Konzert bekam ich von einem der Roadies noch ein Handtuch, was von einem der Bandmitglieder benutzt worden war (und welches unter GAR keinen Umständen gewaschen werden darf!), und ein herrenloses Plek. Die Jungs waren hinterher noch am Merch-Stand, um Autogramme zu schreiben und Fotos mit den Fans zu machen. Da bin ich natürlich hin und hab denen mein Ticket zum Unterschreiben hingehalten. Mit Dani gab’s noch nen fist bump, und ich war begeistert. Allerdings fehlte einer. Jason. 😦 Gut, dachte ich, hol ich erstmal meine Jacke, der kommt sicher noch. Ich wollte mich ja bei ihm noch für das Plek bedanken. 😉

Und in der Tat, während ich meine Jacke holte, tauchte er auf. Bin dann auch gleich zu ihm hin, und was dann abging, war so genial, ich feier es immer noch. Er strahlte mich an: „HEY SWEETIE!“ Huch? Damit aber nicht genug, nein, Jase setzte noch einen drauf: „Come, let’s  hug!“ Was is’n nu los? Ich hab mich dann bei ihm für das Plek bedankt, und er meinte nur: „No worries!“ Er verewigte sich dann auch noch auf meinem Ticket, fragte, ob es mir gefallen habe, was ich natürlich  bejahte. Er weiter: „Hope to see you soon again!“ Klar, sobald die Band wieder herkommt, bin ich SOFORT dabei (und auf ihrem offiziellen Twitter-Account haben sie auch schon geschrieben, dass sie schon BALD wieder herkommen werden). Ich dachte zwar, besser geht’s nicht, aber Jason überraschte mich noch einmal: „Another hug?“ So lieb! Aber das ist das Schöne an BURY TOMORROW – sie sind noch keine „große“ Band, und dementsprechend auch nicht abgehoben oder so. Und natürlich hab ich Jason noch mal umarmt! 😉

Das von allen Bandmitgliedern unterschriebene Ticket 🙂

Später fand ich dann Jasons Twitter-Account und, na ja, was soll ich sagen? Ich find’s so geil! Seht selbst:

So, und jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss Jasons Wahnsinnsstimme weiter fangirlen genießen. Ich habe mich in seine Stimme verliebt. Aber so richtig!

Lebensmotto   Leave a comment

Ich habe schon seit einiger Zeit ein Lebensmotto. Ein Zitat, was mir so gut gefällt, dass ich es sozusagen als „meins“ adoptiert habe.

Life is not about waiting for the storm to pass; it’s about learning to dance in the rain.

In diesem Spruch steckt so viel Wahres drin. Natürlich ist es nicht immer einfach, besonders dann nicht, wenn die Depressionen wieder zuschlagen und man im Grau-in-Grau zu ersticken scheint. Man kann sich jetzt natürlich  hinsetzen und warten, bis dieser Sturm wieder vorbei zieht, aber wer kann schon sagen, wie lange er dauert? Wie lange man damit verbringt – und dementsprechend Zeit darauf verschwendet – zu warten, bis wieder bessere Tage kommen? Warum nimmt man nicht einfach die Situation hin wie sie ist und versucht das Beste daraus zu machen – eben im Regen zu tanzen?

Ich habe sehr lange gebraucht, das für mich zu erkennen. Ich habe immer noch Tage, wo ich gerne zusammengerollt mit Teddy im Arm im Bett liegen und mich vor der Welt verstecken möchte, aber ich habe auch gelernt, mich meiner Problematik zu stellen. Es kann immer wieder mal vorkommen, dass ich kaum das Haus verlassen kann, weil die Panik, in Menschenmengen (Sportveranstaltungen oder Konzerte sind was anderes, da Adrenalin im Spiel ist) zu geraten, mich überkommt. Bus fahren, Einkaufen, … stinknormale Tätigkeiten können zur Qual werden. Klar könnte ich mich verkriechen. Ich kann mich aber auch meiner Angst stellen: Musik auf und ab dafür. Kann zwar unter Umständen für Außenstehende unhöflich oder abweisend wirken, aber mir hilft es.

Im Nachhinein betrachtet, denke ich, ja, bin ich mir sehr sicher, dass mein Zusammenbruch 2010 und die damit verbundenen Klinikaufenthalte sein MUSSTEN, damit ich die Kraft finde, neu anzufangen. Seit ich hier in Berlin bin, haben sich so viele Dinge ergeben – ich kann den Traum inzwischen auch leben. Ob das nun Hertha-Aktionen sind, oder was auch immer. Ich habe begriffen, dass ich eine zweite Chance bekommen habe – und diese nutze ich auch.

Ich habe gelernt, im Regen zu tanzen, egal, ob der Sturm vorbei ist oder nicht. Wenn es auch nicht immer einfach ist. Aber ich mache das Beste aus mir und meinem Leben. Und oft sind es diese Momente, in denen etwas Unvergessliches passiert, wo ich merke: ICH LEBE.

Veröffentlicht 05/12/2013 von Kiwi in Berlin, ich

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Einheit   Leave a comment

Nein, ich meine damit nicht den Tag der Deutschen Einheit, sondern etwas ganz anderes.

Nachdem ich wochen-, ja fast schon monatelang nur sporadisch in der Muckibude vorbeigeschaut hatte, bin ich nun wieder in einem (halbwegs) regelmäßigen und häufigerem Rhythmus, was das angeht. Die ersten beiden Workouts waren nicht unbedingt die allerbesten, aber dennoch war ich zufrieden, da ich ja, wie gesagt, eine längere Pause gemacht hatte. Und der Muskelkater nach dem ersten Workout vor etwa zwei Wochen war doch übelst, aber nun ja, no pain – no gain!

Als ich jetzt am Dienstag wieder da war, passierte allerdings etwas, was ich schon lange nicht mehr gespürt hatte, einfach auch, weil ich mental neben mir stand. Nicht nur, dass ich das Training ohne irgendwo auf die Pause-Taste (Laufband) hauen oder eine Übung abbrechen zu müssen, voll durchgezogen hatte, nein, ich hatte das Gefühl, dass Kopf und Körper wieder eine Einheit bildeten. Es war, als hätten sich diese inneren Gräben geschlossen, und ich war EINS. Eins mit mir selber, mit meinem Körper. Sogar die 2,5kg Extra-Gewicht an einem Gerät (ich hab 35kg vorgeschrieben, aber neulich hatte ich versehentlich 37,5kg drauf, was aber deutlich mehr rockte … 😀 ) machten nicht wirklich viel aus. Ich bin einfach begeistert – von mir selber (jaaaaa, ich weiß, Eigenlob stinkt, aber hey, n richtig geiles Workout rauszuhauen gibt so viel Auftrieb!!), und davon, was der menschliche Körper doch in der Lage ist zu leisten, selbst WENN frau nicht voll „im Saft“ steht. So kann es gerne weitergehen, und morgen geht’s wieder hin. Denn ich liebe einfach das Gefühl, völlig fertig vom Laufband zu kommen, unter die heiße Dusche zu springen und zu wissen, dass ich etwas geleistet habe. Gerade, wenn man mit psychischen Problemen zu kämpfen hat, ist dies ungemein hilfreich.

GO BIG OR GO HOME. 😉

Veröffentlicht 05/10/2013 von Kiwi in Berlin, ich

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Schweigen im Walde   Leave a comment

Ich weiß, ich habe sehr lange nichts hier von mir hören lassen, aber irgendwie fehlten mir die Lust und die Muße, mich hier auszulassen.

Zugegebenermaßen war es in den letzten Wochen auch sehr turbulent, und ich hatte ein paar wirklich sehr schöne Erlebnisse, die mir sozusagen Auftrieb gegeben haben. Momente, die ich auf gar keinen Fall mehr in meinem Leben missen möchte. 🙂

Da war zum einen mein Ausflug nach Barcelona zum Schwimmen. Es war absolut toll! Und da ich ja auch heraus bekommen hatte, in welchem Hotel das US Swim Team untergebracht war, war der Rest auch kein Problem mehr. 😀 Einmal die Groupie-Tour, bitte! Also, vorm Hotel hocken und warten, dass sich einer blicken lässt. *kicher* Und  mit der Aktion war ich auch sehr erfolgreich, da der Trainer der Amis mich jeden Tag begrüßte, ein Familienmitglied des Lochte-Clans mich einen Tag nach dem ersten Treffen mit Ryan in nem Burger King wiedererkannte und mich mal kurz Momma Lochte quasi „vorstellte“ (ich hatte Ryan ein Geburtstagsgeschenk überreicht, worüber er sich riesig gefreut hat) und ich mich mit ihr für ein paar Minuten unterhalten konnte. Dazu gewann Ryan 3x Gold, während ich da war, und ich muss sagen, der gute Mann ist „in echt“ sowas von HEISS!! Ai Papi!! Ich hab ihn sogar gedrückt. Manchmal muss frau eben dreist sein. Dass ich ne Baseball-Kappe von den Florida Gators aufhatte, verstärkte den „Wiedererkennungs-Effekt“ immer wieder. Besagte Kappe ist nun von Ryan Lochte und Conor Dwyer, die beide dort studiert haben, signiert. ♥ Als Elizabeth Beisel – ebenfalls „Gator“ – mich mit der Kappe im Publikum sah, grinste und winkte sie und bevor ich wusste, was abgeht, machten wir den „Gator Chomp“. Sehr geil!

Und wo wir eben schon  beim Thema „Geburtstag“ waren: bei mir war es ja vor ein paar Tagen auch mal wieder soweit. Eine gute Freundin von mir war zu Besuch, und wir waren im Prinzip den ganzen Tag on Tour. Morgens erstmal beim Hertha-Training (ich hatte das erwähnt, aber mit dem Zusatz, dass wir da nicht hin MÜSSEN), und da ging’s dann auch schon gleich mal zur Sache. Ich hatte, wie auch letztes Jahr, ein Poster von Peter Niemeyer mit, das ich signiert haben wollte, incl. eines Geburtstagsgrußes. Nach dem Training bin ich also zu ihm hin, Poster und Edding in der Hand, ob er da „Happy Birthday“ draufschreiben könne, da ich Geburtstag habe. Und da der gute Peter ja nun mal der Beste ist, passierte Folgendes:

Zunächst fragte er: „Heute?“

Ich: „Ja,“

Er gab mir die Hand und wünschte mir „Alles Gute!“ *Poster unterschreib* Dann er: „Willst du ein Paar Schuhe haben?“

TOTAL SPONTAN, OHNE, dass ich irgendwie was gesagt hätte. Ich war total perplex! Wir gingen dann zusammen zur Kabine, plauderten – unter anderem über seinen kleinen Sohn Leonard, und Peter freut sich schon, wenn der Kleine sprechen und laufen lernt – und er ging rein. während ich draußen wartete. Nach wenigen Sekunden kam er wieder, die Schuhe, die er eben noch  beim Training anhatte, in der Hand, schrieb auf den einen noch „Happy Birthday“ drauf und gab sie mir. Ein „freundschaftlicher“ Klaps auf die Schulter, „Schönen Geburtstag noch!“ und ich war einfach nur megahappy. Ich finde es einfach nur unglaublich. 🙂 Aber da sieht man es auch: es gibt sie noch, diese Spieler, die mit ihren Fans gerne kommunizieren und zu tun haben, die absolut bodenständig und nicht arrogant oder abgehoben sind. Wie eben Peter Niemeyer.

YES THIS IS A CULT!   Leave a comment

Am Donnerstag war es endlich so weit – der Tag bzw. Abend, den ich herbei gesehnt hatte.

Im November hatte ich im Eventim-Newsletter gelesen, dass eine meiner absoluten Lieblings-Bands, 30 Seconds To Mars, nicht nur nach Deutschland kommen, sondern auch hier in Berlin auftreten würden. Ich wollte die ja schon länger mal live sehen, hatte aber bisher nie die Gelegenheit dazu. Nun sollte es also endlich klappen. Und noch dazu liegt der Veranstaltungsort, die Zitadelle, quasi vor meiner Haustür und ich musste nicht mal kreuz und quer durch Berlin (oder in eine andere Stadt) gondeln. Sobald die Karten im Vorverkauf waren, bestellte ich mir eine, und freute mich seither tierisch auf den 6. Juni 2013, auch wenn es gut sechseinhalb Monate Warten bedeutete.

Dazu muss ich sagen: ich kannte die Band zwar seit „The Kill“, aber so richtig „Klick!“ machte es erst mit „Kings & Queens“ und vor allem „Closer To The Edge“ vom vorletzten Album „This Is War“. Insbesondere das letztgenannte Lied hatte einen entscheidenden Einfluss auf mich und mein Leben. Dazu aber gleich noch mehr.

Donnerstag Abend also war dann der große Tag. Und ich muss sagen – die Warterei hat sich gelohnt. Nach der Fortbildung, die ich derzeit besuche, ging es nur schnell nach Hause, Sachen ablegen, noch mal kurz die Füße hochlegen, und dann ab zur Zitadelle. Als ich dort ankam, stellte ich mich in die gefühlt 3km lange Schlange und wartete, bis ich endlich reindurfte. Drin dann natürlich erstmal gleich zum Merchandise-Stand und n T-Shirt holen (ich brauche irgendwie von den ganzen Veranstaltungen, zu denen ich gehe, immer n Souvenir, erst recht, wenn es ein Konzert ist), noch was trinken, und dann auf Jared, Shannon und Tomo warten. Ich stand zwar etwas weiter hinten, hatte aber ne Bombensicht auf die Bühne.

Um 19h trat die Vorband, bestehend aus einer Frontfrau in gewagtem Outfit und nem Drummer mit Guy-Fawkes-Maske, auf die Bühne, und ehrlich, der Bringer waren die nicht. Ich weiß schon nicht mal mehr, wie die überhaupt hießen. Allerdings hatte das Mädel ne ziemlich geile Klampfe: schwarz-weiße Flying-V. ALTER!!! Das Ding hätte ich am liebsten mitgenommen. *hihi* 😉

Als die zwei fertig hatten, ging der Umbau für 30STM los, und gegen 20.10h etwa kamen sie dann endlich auf die Bühne. Und was dann geschah, war so megageil … OH GOTT!!! Der erste „richtige“ Track (sie waren zu den Klängen eines Instrumentalstückes – „Birth“ – auf die Bühne gekommen) war „Conquistador“ vom neuen Album „Love, Lust, Faith + Dreams“, und die Menge tobte. Auch für mich gab es kein Halten mehr in diesem Moment. Da waren sie also – die Band, auf die ich jetzt seit November so sehnsüchtigst gewartet hatte.

Als zweites Lied spielten sie „Kings & Queens“ und ja, trotz über 20 Grad und so hatte ich ne Gänsehaut. Dieses Lied live hat so eine gewaltige Wirkung, boah!! Glückshormone im Überfluss. Ähnlich ging es mir bei „City Of Angels“, „Do Or Die“, „This Is War“, „Hurricane“ und natürlich „Closer To The Edge“. Besagtes Lied ist einfach nur EPISCH, und vor allem die Message darin spricht mich sehr an. Als Jared nach dem Song meinte, dass man nicht sein Leben von den negativen Momenten und Hindernissen beeinflussen lassen, sondern die positiven Dinge schätzen solle (paraphrasiert), dachte ich nur noch „DANKE!!“ Denn genau DAS habe ich, in Hinblick auf meine ganze langwierige Krankengeschichte, auch gelernt:

„No, no, no, no
I will never forget
No, no

I will never regret

No, no
I will live my life!“

Jared bezog immer wieder die Crowd mit ein, streute hier und da ein „ich liebe dich/euch!“ ein, fragte uns nach deutschen Begriffen – insbesondere nach der Übersetzung des Album-Titels – und machte einige lustige Bemerkungen.

Nach dem Instrumentalstück „Pyres Of Varanasi“, welches von einer akrobatischen Einlage zweier Artisten untermalt wurde, stand Jared plötzlich sozusagen im Publikum und gab nach kurzem Geplänkel schließlich „Hurricane“ in einer Akustik-Version, d.h. nur er und seine Gitarre, zum Besten. WHOA!! Danach folgte „The Kill“, zunächst nur Jared, dann aber auch mit Shannon und Tomo. So megageil!!

Den Abschluss schließlich bildete die erste Single des aktuellen Albums, „Up In The Air“, bei dem Jared einige Leute aus dem Publikum auf die Bühne holte und mit einer Deutschlandfahne wedelte. Und genau wie auch bei „Kings & Queens“ und „Closer To The Edge“ lief im Hintergrund das offizielle Musikvideo, was natürlich einen extrem geilen Effekt hatte.

Ich war hinterher so fertig, Hormonflash inclusive (jetzt nicht wegen „OMG JARED LETO!“, sondern weil diese Musik mich einfach so mitgerissen hat), verschwitzt und glücklich, ich war so super-aufgekratzt, dass ich erst nach Mitternacht ins Bett geplumpst bin. Ich hätte den Jungs noch drei Stunden lang zuhören können, nur leider – und das ist der Nachteil an der Zitadelle – war um kurz nach halb zehn schon Schicht im Schacht. 😦

Trotzdem, es war ein verdammt geiler Abend, ein mitreißendes Konzert, und ich weiß genau: wenn ich 30STM nicht vorher schon toll gefunden hätte, würde ich es spätestens jetzt tun. Wenn sie wieder nach Berlin kommen, bin ich auf jeden Fall wieder dabei!! Im November touren sie zwar wieder hier in Deutschland, aber das einzig machbare Konzert wäre Hamburg, da an einem Freitag Abend. Na, mal schauen. 😉

Und als dann noch am Donnerstag Abend der offizielle Twitter-Account der Band meinen Tweet an sie „retweeted“ hatte, kriegte ich das Grinsen erst recht nicht mehr aus dem Gesicht.

30STM

Ich würde zwar nicht sagen, dass ich ein Hardcore-Fan dieser Band bin, aber ich kann definitiv sagen, dass sie mir unendlich viel Freude bereitet haben und dass sich das lange Warten wirklich gelohnt hat. Nicht zu vergessen: „Closer To The Edge“, ein Lied, das mir sehr viel bedeutet und das zu mir gesprochen hat, als es mir richtig dreckig ging. 🙂

YES THIS IS A CULT!

Veröffentlicht 08/06/2013 von Kiwi in Berlin, ich, Musik

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Fuß fassen   Leave a comment

Allmählich fasse ich hier in Berlin wirklich Fuß. Ich lebe ja nun seit fast zwei Jahren hier, und bisher war es nicht einfach, hier alleine zurecht zu kommen. Aber ich habe mich durchgebissen. Ich wollte den Neuanfang, ich brauchte ihn sogar. Nach meinem Zusammenbruch 2010 war ein kompletter Neustart einfach unabdingbar, denn hätte ich so weiter gemacht, wie vor meinem Klinikaufenthalt, hätte ich mir diesen auch getrost sparen können.

Rückblickend kann ich sagen, dass ich diesen Zusammenbruch BRAUCHTE, um für das Abenteuer „Großstadt“ das nötige Rüstzeug mitnehmen zu können. Meistert man eine richtig üble Krise, schafft man den nächsten Schritt auch.

Zugegebenermaßen war ich vor einigen Monaten am Verzweifeln, da es jobmäßig einfach nicht laufen wollte. Meinen ersten richtigen Job hier in Berlin verlor ich bereits im März letzten Jahres. Es folgte der Bewerbungsmarathon, bei dem aber nicht wirklich viel herum kam. Ein Weg aus dem Schlamassel schien eine rein schulische Ausbildung zur Erzieherin zu sein, doch dieser Weg entpuppte sich als absolute Sackgasse. Also weitersuchen und sich nicht unterkriegen lassen, auch wenn der Sachbearbeiter auf dem JobCenter bereits mal fragte, ob ich mir das zumindest theoretisch vorstellen könne, in eine andere Stadt zu ziehen. Ja, nee is klar …

Doch dann …

Ich bewarb mich auf eine Stelle als Online-Redakteurin für ein Unternehmen. Diese Stelle habe ich zwar nicht bekommen, aber als Alternative wurde mir eine mehrmonatige Fortbildung zur „Fachfrau für Online-PR und Marketing“ angeboten. Na, DAS passt ja wie Arsch auf Eimer! Internet-Affinität meinerseits sowie ein Hang zum Schreiben bringe ich ohnehin mit, und also nahm ich dieses Angebot dankbar an. Zumal auch die an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit der anschließenden Übernahme besteht. Na Halleluja!!!

Seit letztem Montag nun bin ich in dieser Fortbildung. Die erste Woche war bisher noch nicht viel los, gegenseitiges Vorstellen und ähnliche Dinge, aber ich muss sagen, dass mir die Zusammensetzung meiner Mitstreiter und Mitstreiterinnen sehr zusagt. Ein buntes Potpourri verschiedenster Charaktere mit den unterschiedlichsten Backgrounds, Interessen und Lebensgeschichten, aber irgendwie passen wir zusammen. Wir haben gleich mal festgelegt, dass wir keinerlei Mobbing oder Ausgrenzung wollen (so erging es mir ja bei der Erzieher-Sache … *narf*), sondern uns gegenseitig helfen, aufeinander Rücksicht nehmen und eben als richtiges „Team“ fungieren wollen.

Ich denke, von den ersten Eindrücken her, dass ich den Jackpot mit dieser Fortbildung gewonnen habe. Dass ich erstmal durch eine Menge negativer Dinge musste, um dann doch noch wirklich hier „angekommen“ zu sein, Fuß zu fassen, und die Nische zu finden, die mir – beruflich gesehen – zusagt. Es war nicht einfach, kein Bisschen, aber ich habe es geschafft. Weil ich einfach nicht aufgegeben habe, sondern immer weiter gemacht habe, auch wenn es stellenweise mehr als frustrierend war, dass nur Absagen kamen.

Wenn ich etwas nämlich absolut nicht leiden kann, dann sind es Menschen, die den ganzen Tag nur jammern, wie Scheiße ihr Leben ist, aber mit Verlaub gesagt den Arsch nicht hochkriegen, um etwas daran zu ändern, weil Jammern ja die einfachere Variante ist. Sicher braucht man Ausdauer und Durchhaltevermögen, aber wie ich selber im Laufe der Zeit erfahren habe, lohnt es sich, für etwas, das man wirklich will, zu kämpfen. Dann schafft man es auch, sein Leben auf die Reihe zu kriegen.

In diesem Sinne …

 

DON’T STOP BELIEVIN‘!

Veröffentlicht 05/05/2013 von Kiwi in Berlin, ich

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