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Am Donnerstag war es endlich so weit – der Tag bzw. Abend, den ich herbei gesehnt hatte.

Im November hatte ich im Eventim-Newsletter gelesen, dass eine meiner absoluten Lieblings-Bands, 30 Seconds To Mars, nicht nur nach Deutschland kommen, sondern auch hier in Berlin auftreten würden. Ich wollte die ja schon länger mal live sehen, hatte aber bisher nie die Gelegenheit dazu. Nun sollte es also endlich klappen. Und noch dazu liegt der Veranstaltungsort, die Zitadelle, quasi vor meiner Haustür und ich musste nicht mal kreuz und quer durch Berlin (oder in eine andere Stadt) gondeln. Sobald die Karten im Vorverkauf waren, bestellte ich mir eine, und freute mich seither tierisch auf den 6. Juni 2013, auch wenn es gut sechseinhalb Monate Warten bedeutete.

Dazu muss ich sagen: ich kannte die Band zwar seit „The Kill“, aber so richtig „Klick!“ machte es erst mit „Kings & Queens“ und vor allem „Closer To The Edge“ vom vorletzten Album „This Is War“. Insbesondere das letztgenannte Lied hatte einen entscheidenden Einfluss auf mich und mein Leben. Dazu aber gleich noch mehr.

Donnerstag Abend also war dann der große Tag. Und ich muss sagen – die Warterei hat sich gelohnt. Nach der Fortbildung, die ich derzeit besuche, ging es nur schnell nach Hause, Sachen ablegen, noch mal kurz die Füße hochlegen, und dann ab zur Zitadelle. Als ich dort ankam, stellte ich mich in die gefühlt 3km lange Schlange und wartete, bis ich endlich reindurfte. Drin dann natürlich erstmal gleich zum Merchandise-Stand und n T-Shirt holen (ich brauche irgendwie von den ganzen Veranstaltungen, zu denen ich gehe, immer n Souvenir, erst recht, wenn es ein Konzert ist), noch was trinken, und dann auf Jared, Shannon und Tomo warten. Ich stand zwar etwas weiter hinten, hatte aber ne Bombensicht auf die Bühne.

Um 19h trat die Vorband, bestehend aus einer Frontfrau in gewagtem Outfit und nem Drummer mit Guy-Fawkes-Maske, auf die Bühne, und ehrlich, der Bringer waren die nicht. Ich weiß schon nicht mal mehr, wie die überhaupt hießen. Allerdings hatte das Mädel ne ziemlich geile Klampfe: schwarz-weiße Flying-V. ALTER!!! Das Ding hätte ich am liebsten mitgenommen. *hihi* 😉

Als die zwei fertig hatten, ging der Umbau für 30STM los, und gegen 20.10h etwa kamen sie dann endlich auf die Bühne. Und was dann geschah, war so megageil … OH GOTT!!! Der erste „richtige“ Track (sie waren zu den Klängen eines Instrumentalstückes – „Birth“ – auf die Bühne gekommen) war „Conquistador“ vom neuen Album „Love, Lust, Faith + Dreams“, und die Menge tobte. Auch für mich gab es kein Halten mehr in diesem Moment. Da waren sie also – die Band, auf die ich jetzt seit November so sehnsüchtigst gewartet hatte.

Als zweites Lied spielten sie „Kings & Queens“ und ja, trotz über 20 Grad und so hatte ich ne Gänsehaut. Dieses Lied live hat so eine gewaltige Wirkung, boah!! Glückshormone im Überfluss. Ähnlich ging es mir bei „City Of Angels“, „Do Or Die“, „This Is War“, „Hurricane“ und natürlich „Closer To The Edge“. Besagtes Lied ist einfach nur EPISCH, und vor allem die Message darin spricht mich sehr an. Als Jared nach dem Song meinte, dass man nicht sein Leben von den negativen Momenten und Hindernissen beeinflussen lassen, sondern die positiven Dinge schätzen solle (paraphrasiert), dachte ich nur noch „DANKE!!“ Denn genau DAS habe ich, in Hinblick auf meine ganze langwierige Krankengeschichte, auch gelernt:

„No, no, no, no
I will never forget
No, no

I will never regret

No, no
I will live my life!“

Jared bezog immer wieder die Crowd mit ein, streute hier und da ein „ich liebe dich/euch!“ ein, fragte uns nach deutschen Begriffen – insbesondere nach der Übersetzung des Album-Titels – und machte einige lustige Bemerkungen.

Nach dem Instrumentalstück „Pyres Of Varanasi“, welches von einer akrobatischen Einlage zweier Artisten untermalt wurde, stand Jared plötzlich sozusagen im Publikum und gab nach kurzem Geplänkel schließlich „Hurricane“ in einer Akustik-Version, d.h. nur er und seine Gitarre, zum Besten. WHOA!! Danach folgte „The Kill“, zunächst nur Jared, dann aber auch mit Shannon und Tomo. So megageil!!

Den Abschluss schließlich bildete die erste Single des aktuellen Albums, „Up In The Air“, bei dem Jared einige Leute aus dem Publikum auf die Bühne holte und mit einer Deutschlandfahne wedelte. Und genau wie auch bei „Kings & Queens“ und „Closer To The Edge“ lief im Hintergrund das offizielle Musikvideo, was natürlich einen extrem geilen Effekt hatte.

Ich war hinterher so fertig, Hormonflash inclusive (jetzt nicht wegen „OMG JARED LETO!“, sondern weil diese Musik mich einfach so mitgerissen hat), verschwitzt und glücklich, ich war so super-aufgekratzt, dass ich erst nach Mitternacht ins Bett geplumpst bin. Ich hätte den Jungs noch drei Stunden lang zuhören können, nur leider – und das ist der Nachteil an der Zitadelle – war um kurz nach halb zehn schon Schicht im Schacht. 😦

Trotzdem, es war ein verdammt geiler Abend, ein mitreißendes Konzert, und ich weiß genau: wenn ich 30STM nicht vorher schon toll gefunden hätte, würde ich es spätestens jetzt tun. Wenn sie wieder nach Berlin kommen, bin ich auf jeden Fall wieder dabei!! Im November touren sie zwar wieder hier in Deutschland, aber das einzig machbare Konzert wäre Hamburg, da an einem Freitag Abend. Na, mal schauen. 😉

Und als dann noch am Donnerstag Abend der offizielle Twitter-Account der Band meinen Tweet an sie „retweeted“ hatte, kriegte ich das Grinsen erst recht nicht mehr aus dem Gesicht.

30STM

Ich würde zwar nicht sagen, dass ich ein Hardcore-Fan dieser Band bin, aber ich kann definitiv sagen, dass sie mir unendlich viel Freude bereitet haben und dass sich das lange Warten wirklich gelohnt hat. Nicht zu vergessen: „Closer To The Edge“, ein Lied, das mir sehr viel bedeutet und das zu mir gesprochen hat, als es mir richtig dreckig ging. 🙂

YES THIS IS A CULT!

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Veröffentlicht 08/06/2013 von Kiwi in Berlin, ich, Musik

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