Leere – oder doch nicht?   Leave a comment

Die Fußball-Saison 2012/2013 steht in den Startlöchern, und bisher habe ich nicht den geringsten Funken Begeisterung in mir. Sonst konnte ich es immer kaum erwarten, bis der Ball wieder rollte und ich ins Stadion konnte. Doch dieses Mal will sich absolut keine Vorfreude einstellen. Dachte ich ja zunächst, das sei nur, so lange die EM vonstatten geht und wieder überall die Event-Nasen rumlaufen, die Fußball ja sonst sooooo scheiße finden, uns Fans, die regelmäßig ins Stadion gehen, als „Assis“ und was weiß ich bezeichnen, aber kaum ist Großereignis, kommen sie aus ihren Löchern gekrochen, sehe ich mich immer noch damit konfrontiert, dass mich das ganze derzeit wirklich nur bestenfalls peripher tangiert. Das ist SEHR ungewöhnlich. Ich hatte zwar schon immer mal kurze Phasen, in denen ich nicht ganz so fußballbegeistert war, aber das war dann nach kurzer Zeit eben schon wieder vorbei  und ich war voll dabei. Diesmal ist es anders. Der Funke will einfach nicht zünden. Sicher hängt vieles davon mit der abgelaufenen Saison mit Hertha zusammen, das Drama von Düsseldorf, der Abstieg, das Trainerchaos … es hat sehr, sehr tiefe Spuren hinterlassen. Der Akku ist immer noch leer. Sicher, ich bin eine, die in den vergangenen 26 Jahren, seit ich Fußball bewusst schaue, in guten wie in schlechten Zeiten hinter IHRER Mannschaft (bzw. ihren Mannschaften) gestanden hat, aber ich verspüre nicht die geringste Freude, trotz Dauerkarte für die Ostkurve. Gut möglich, dass sich das in den kommenden Wochen, sobald die Saison dann wirklich gestartet ist und der Ball wieder rollt, ändert, aber derzeit gibt Fußball mir nichts mehr.

Das heißt nicht, dass ich Fußball GAR nicht mehr mag, ich bin schließlich damit aufgewachsen, aber derzeit gibt es etwas, was mich sehr viel mehr interessiert und begeistert. Und das ist MotoGP. Das Wochenende auf dem Sachsenring war einfach nur hammergeil, auch wenn das Wetter stellenweise eher suboptimal war. Aber ich habe dort so viel erlebt, war im Fahrerlager,  und hatte einfach eine absolut geile Zeit dort. Die vier Tage unter „normalen Leuten“ haben etwas in mir bewirkt. Und ich weiß einmal mehr, dass es sich lohnt, für seine Träume zu kämpfen, dass man nur dieses eine Leben hat und das Bestmögliche daraus machen und niemals aufgeben sollte. 🙂 Das ist eine für mich sehr wertvolle Erkenntnis, und etwas, das mir niemand wieder wegnehmen kann.

In diesem Sinne – einen schönen Sonntag noch!

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Veröffentlicht 15/07/2012 von Kiwi in Berlin, Fußball, Hertha BSC, ich, MotoGP

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